Pflanzen vorziehen – so wird der Frühling bunt!

Kurz vor dem Start des Frühlings können es viele Gärtner nicht erwarten, ihre Gartenpläne umzusetzen. Oft steht fest: es soll bunt werden – und das möglichst bald! Viele Pflanzen erweisen sich jedoch als empfindlich niedrigeren Temperaturen gegenüber. Noch dazu sorgen frostige Nächte für nicht allzu optimale Bedingungen.

Wer sich jedoch schon möglichst bald über den ein oder anderen Farbklecks im Garten freuen und die -schon (fast) fertigen- Pflanzen möglichst früh platzieren möchte, kann verschiedene Pflanzenarten auch schon drinnen vorziehen. Somit verfügen diese über wunderbare Bedingungen, sich rechtzeitig zu entwickeln.

Tipps zum Vorziehen – das sollten Sie beachten

Der ideale Platz zum Vorziehen von Pflanzen ist entweder auf der Fensterbank oder in einem klassischen Gewächshaus.

Weiterhin gilt es, die folgenden Tipps zu beachten…:

  1. Nutzen Sie am besten immer frische Anzuchterde! Normale Blumenerde ist hierbei weniger geeignet. In der Anzuchterde wurde hingegen unter anderem Dünger verarbeitet, der den Pflanzen beim Wachsen hilft.
  2. Auch wenn Töpfe aus Kunststoff bzw. Torf in der Regel zum Vorziehen vollkommen ausreichen, sind Quelltöpfe die bessere Wahl, da sie sich optimal an die eingepflanzten Samen und deren Wachstum anpassen können.
  3. Sollten Sie sich für die klassischen Töpfe aus Torf bzw. Kunststoff entscheiden, ist es wichtig, unter anderem auch an das Pikieren zu denken.
  4. Stellen Sie die entsprechenden Töpfe an einem hellen Ort auf. Die Temperaturen dürfen jedoch nicht zu hoch sein. Weiterhin sollte für einen Schutz vor Durchzug gesorgt werden, um optimale Bedingungen zu schaffen.

Weiterhin ist es natürlich wichtig, den jeweils richtigen Zeitpunkt zum Vorziehen bzw. Auspflanzen zu beachten. Wer zum Beispiel plant, seine eigenen Tomaten und Paprika zu ernten, sollte diese spätestens im März, gern auch schon Ende Februar, beginnen, zu ziehen. Ausgepflanzt werden sie dann im Mai. Zu dieser Zeit dürfen dann übrigens auch Dahlien umgesiedelt werden.

Besonders wichtig: die Keimprobe

Viele Hobbygärtner wissen es, einige mussten es in den letzten Jahren leider am direkten Beispiel erfahren: Saatgut ist leider nicht „ewig“ haltbar. Dementsprechend ist es wichtig, sich im Vorfeld, vor den Arbeiten, die das Vorziehen mit sich bringt, sich über die Qualität der entsprechenden Samen bewusst zu werden.

Wer hierbei auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte immer eine sogenannte Keimprobe durchführen. Dies funktioniert ganz einfach! Nehmen Sie einfach ein paar der Samen aus der Verpackung und platzieren Sie sie auf angefeuchtetem Papier. Nun braucht es ein wenig Geduld, denn: sind die Samen noch in Ordnung bzw. eignen sie sich zum Vorziehen, beginnen sie auch unter diesen Umständen, zu keimen. Als Faustregel gilt hierbei, dass die Saat genutzt werden kann, wenn es circa 75 Prozent der Samen geschafft haben, zu keimen. Doch auch dann, wenn weniger Samen aufgekeimt sind, bedeutet dies natürlich nicht, dass das komplette Saatgut ungeeignet sei. Vielmehr gilt es dann, anders zu kalkulieren und entsprechend (falls vorhanden) mehr auszusäen. Sollte es jedoch nur die Hälfte der Samen schaffen, zu keimen, ist es in der Regel sinnvoller, neues Saatgut zu kaufen.

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