Wichtige Fakten rund um Kühlerfrostschutzmittel – das sollten Sie wissen

Wer auf den Einsatz von Kühlerfrostschutzmittel verzichtet bzw. hier nicht regelmäßig kontrolliert, riskiert mitunter Motorschäden. Daher ist es umso wichtig, mit Hinblick auf dieses umfassende Thema keine Kompromisse einzugehen.

Doch was bedeutet das eigentlich im Detail? Worauf sollte beim Einsatz von Kühlerfrostschutzmittel geachtet werden? Und welche Aufgabe hat die Flüssigkeit genau?

Wozu braucht man Kühlerfrostschutz?

Vereinfacht ausgedrückt, soll Kühlerfrostschutz dabei helfen, die Betriebstemperatur von verschiedenen Fahrzeugen zu kontrollieren. So kann letztendlich der Motor vor nachhaltigen Schäden geschützt werden.

Mit Hilfe des Kühlerfrostschutzes soll zudem einem frühen Verschleiß vorgebeugt werden.

Besonders wichtig: das passende Mischverhältnis

Vor der Nutzung wird das Kühlerfrostschutzmittel mit Wasser vermischt. Nutzen Sie hierzu am besten destilliertes Wasser. Hierin sind weder Kalk noch Mineralien enthalten. Achten Sie beim Mischen auch darauf, dass kein Schmutz in die Flüssigkeit gelangt.

Wie viel Wasser und wie viel Kühlerfrostschutz hier benötigt wird, muss individuell auf der jeweiligen Verpackung nachgelesen werden. Auch hier gilt: bitte keine (!) Kompromisse eingehen, da ansonsten Schäden am Fahrzeug auftreten können.

Wann muss der Kühlerfrostschutz gewechselt werden?

Hier gibt es keine festen Regeln. Wie oft die Mischung gewechselt werden muss, ist unter anderem von dem Alter des jeweiligen Fahrzeugs abhängig. Je älter ein Wagen ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich im System Bläschen bilden. Diese können in ihrer Umgebung Schäden anrichten. Um genau das zu vermeiden, sollte der genutzte Kühlerfrostschutz am besten nach circa 40.000 bis 50.000 Kilometern zumindest überprüft werden.  

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte die Flüssigkeit in diesem Intervall wechseln.

Übrigens: auch Autobesitzer, die vergleichsweise wenig fahren, sollten die Qualität ihres Kühlerfrostschutzes natürlich immer im Auge behalten.

Auch wenn die oben erwähnten 40.000 bis 50.000 Kilometer noch nicht erreicht wurden, wird ein Wechsel nach vier bis fünf Jahren angeraten.  

Vorsicht beim Kühlerfrostschutzwechsel!

Als absolute Grundregel gilt, dass die Kühlflüssigkeit ausschließlich dann gewechselt werden darf, wenn der Motor kalt ist. Wer hier unsicher ist bzw. sich nicht selbst mit den Aufgaben rund um den Kühlerfrostschutzwechsel betrauen möchte, kann natürlich auch die Werkstatt seines Vertrauens aufsuchen.

Ansonsten gilt:

  1. Deckel des Behältnisses abschrauben
  2. Schraube für den Ablauf herausdrehen
  3. Schraube für die Entlüftung öffnen
  4. Alte Flüssigkeit ablassen
  5. System mit Wasser spülen (bitte nutzen Sie auch hier wieder die destillierte Variante)
  6. Neue Flüssigkeit auffüllen
  7. Neuen Pegelstand kontrollieren (hierzu ist es wichtig, die Menge des Frostschutzmittels zu beachten, wenn der Motor gestartet wurde. Bewegt sich diese über der Minimalangabe, ist alles in Ordnung.)

Zu Punkt 4: Kühlerschutzmittel muss immer über die örtliche Schadstoffsammlung entsorgt werden und gehört definitiv nicht in den Abfluss!

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