Motoröl und die dazugehörigen SAE Klassen – was verbirgt sich hinter den Bezeichnungen?

Wer sich auf der Suche nach einem neuen Motorenöl befindet, wird oft mit der Bezeichnung SAE konfrontiert.

Doch was steckt eigentlich hinter dem Buchstabenkürzel? Und vor allem: wie kann es dabei helfen, genau das Motorenöl zu finden, das genau zum eigenen Anspruch – bzw. dem jeweiligen Fahrzeug – passt?

Was bedeutet „SAE“ eigentlich?

Bei „SAE“ handelt es sich um eine Abkürzung. Die Buchstabenkombination steht für “Society of Automotive Engineers“. Eine besondere Aufgabe dieser Organisation stellt es dar, Standards festzulegen, auf deren Basis die Autoindustrie dann arbeiten bzw. bestimmte Werte erfüllen kann bzw. muss.

Mit Hilfe der sogenannten SAE Klassen werden wichtige Angaben zur Viskosität eines Öls gemacht.  

SAE Klassen am Beispiel

Um genauer zu verdeutlichen, wie aussagekräftig SAE Klassen im Detail sind, lohnt es sich, sich gezielt mit einer SAE Klasse zu befassen.

Bei Motoröl, das sich durch die SAE Klasse 5W30 charakterisiert, handelt es sich um ein sogenanntes Winteröl. Hierauf lässt der Buchstabe „W“ schließen. Die Zahl vor dem Buchstaben enthält Angaben zur Niedrigtemperaturviskosität. Diese liegt in diesem Fall bei -35 °C. Sie zeigt auf, bis zu welchen Temperaturen (im Minusbereich) das Öl immer noch gut gepumpt werden kann und entsprechend durch ansprechende Fließeigenschaften überzeugt.

Die Zahl am Ende bezieht sich auf die Wärmeviskosität. Sie liegt hier bei 30 °C.

Anhand dieser Werte lässt sich erkennen, wie kältebeständig das betreffende Öl ist (s. erste Zahl) bzw. wie sich die Konsistenz des Öls bei vergleichsweise hohen Temperaturen entwickelt.

Für SAE Klassen mit Wintereignung gelten die folgenden Werte:

  • SAE 0W kann bis zu einer Grenzpumpentemperatur von -40 °C eingesetzt werden
  • SAE 5W kann bis zu einer Grenzpumpentemperatur von -35 °C eingesetzt werden
  • SAE 10W kann bis zu einer Grenzpumpentemperatur von -30 °C eingesetzt werden
  • SAE 15W kann bis zu einer Grenzpumpentemperatur von -25 °C eingesetzt werden
  • SAE 20W kann bis zu einer Grenzpumpentemperatur von -20 °C eingesetzt werden
  • SAE 25W kann bis zu einer Grenzpumpentemperatur von -15 °C eingesetzt werden.

Für welche SAE Klasse sollte ich mich entscheiden?

Grundsätzlich gilt natürlich, dass mit Hinblick auf die Entscheidung für eine bestimmte SAE Klasse vor allem die jeweilige Region, in der das Fahrzeug zum Einsatz kommen soll, berücksichtigt werden muss.

Sinnvoll ist es hierbei, nicht zu knapp zu planen und stattdessen auf ein Öl zu setzen, das in jedem Fall einen umfangreichen Schutz bietet – auch dann, wenn ein Winter in einem Jahr ein wenig kälter als normalerweise ausfallen sollte.

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