Wie lange ist ein Forstschutzhelm haltbar?

Hierbei handelt es sich um eine der Fragen, die mit Hinblick auf moderne Forstschutzhelme sicherlich mit am häufigsten gestellt werden. Leider gehen immer noch viele Nutzer davon aus, dass ein Forstschutzhelm so lange getragen werden könne, bis er – beispielsweise durch einen Unfall – beschädigt wird.

Hierbei handelt es sich jedoch um eine klassische Fehleinschätzung! Denn: wie lange ein Forstschutzhelm genutzt werden darf, lässt sich anhand der Herstellerinformation ablesen.

Was passiert, wenn die Herstellerangaben nicht mehr vorliegen?

Die Gründe dafür, weswegen nicht mehr auf die Herstellerangaben zur Haltbarkeit eines Forstschutzhelmes zurückgegriffen werden kann, sind vielseitig. Vielleicht ist die Angabe im Inneren des Helmes verblasst? Vielleicht wurden die beim Kauf beigefügten Informationen verlegt?

Fest steht: kein Forstschutzhelm kann „ewig“ getragen werden. Doch wie ist in einem entsprechenden Fall vorzugehen?

Im Allgemeinen wird – auch von versicherungstechnischer Seite – in der Regel eine Nutzungsdauer von vier Jahren toleriert. Hierbei wird jedoch auch noch weiter zwischen thermo- und duroplastischen Modellen unterschieden. Letztere dürfen oft länger als vier Jahre verwendet werden. Als Basis für die besagte Zeitspanne gilt das jeweilige Prägedatum des Helms.

Die Rolle des UV-Indikators

Moderne Forstschutzhelme sind zusätzlich mit einem sogenannten UV-Indikator ausgestattet. Das Prinzip: wie der Name schon vermuten lässt, verblasst der Indikator beim Kontakt mit UV-Licht. Das bedeutet: je länger ein Helm im Freien genutzt wurde, umso mehr verblasst die besagte Stelle. Oft reicht die Intensität der UV-Strahlung – je nach Region – jedoch nicht aus, um hier verlässliche Ergebnisse zu liefern.

Daher verweisen viele Hersteller darauf, dass ein Helm entweder beim Verblassen des Indikators oder nach der maximalen Nutzungsdauer von beispielsweise vier Jahren ausgetauscht werden muss.

Was kann die Stabilität eines Helmes beeinflussen?

Im Alltag ist ein Forstschutzhelm unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt. Schmutz, UV-Licht, Stöße und Co. fordern hier – gerade auf lange Sicht – ihren Tribut. Daher gilt: bei einem Forstschutzhelm handelt es sich um einen wichtigen Teil der Sicherheitsausstattung, der jedoch einer maximalen Haltbarkeit unterworfen ist.

Daher sollte er auch regelmäßig – zum Beispiel im Zuge der abendlichen Reinigung – auf etwaige Schäden überprüft werden.

Muss wirklich der komplette Helm entsorgt werden?

Nein, nicht immer. Denn: die Haltbarkeit (und unter anderem auch die Angaben des UV-Indikators) beziehen sich vor allem auf die Schale des Helms. „Extras“, wie zum Beispiel ein integrierter Gehörschutz können hingegen manchmal auch noch beim nächsten Helm wiederverwendet werden. (Hier ist es natürlich wichtig darauf zu achten, dass dann die einzelnen Teile miteinander kompatibel sind und die entsprechenden Elemente noch intakt sind.) Sollten Zweifel über die Qualität der Einzelteile bestehen, ist es am besten, den kompletten Helm, inklusive seiner Einzelteile, einzutauschen und entsprechend kein Risiko einzugehen.

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